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Arthrose:
der dauerhafte Verschleiß eines Gelenkknorpels, oft aufgrund zu starker oder sehr einseitiger Belastung über längere Zeit. Weitere Ursachen können Rheuma, Verletzungen, Stoffwechselstörungen, angeborene Formveränderungen des Gelenkes sein. Dazu ist Arthose eine typische Alterserscheinung, deren schließliches Auftreten auch anlagebedingt ist. Der Verlauf geht schleichend vor sich. Der Knorpel wird aufgrund der stetigen Belastung langsam abgerieben  bis hin zu seiner völligen Zerstörung. Selbst die Knochen können als Folge der Zerstörung angegriffen werden. Spätestens in diesem Stadium ist die Arthrose mit sehr starken Schmerzen verbunden.
Die Therapie ist sehr vielfältig und hängt von der eigentlichen Ursache, vom Stadium und dem betroffenen Gelenk ab. Zunächst sollen alle Belastungen ausgeschaltet werden, Übergewicht reduziert, Kälte und Nässe vermieden werden. Dann kann eine gezielte Gymnastik durchgeführt werden, unter Umständen kombiniert mit Wärmeanwendungen. Medikamente können helfen, die Schmerzen in Grenzen zu halten und Entzündungen zu vermeiden. Mit Knorpelaufbaupräparaten kann versucht weden, den Knorpel zu einem Wachstum anzuregen. Letztendlich kann auch durch operative Korrekturmaßnahmen eine Besserung erreicht werden, oder es wird als letzte Maßnahme ein künstliches Gelenk implantiert.           -zurück-

Arthritis:
Gelenkentzündung eines oder mehrere Gelenke, die im Extremfall bis zu einer völligen Versteifung des betroffenen Gliedes führen kann. Die Krankheit kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. Im akuten Fall treten zu Teil heftige Schmerzen in dem betroffenen Gelenk auf, es ist von außen gerötet und erwämt. Bei einer chronischen Arthritis ist jede Bewegung des Gelenks mit Schmerzen verbunden, während im Ruhezustand häufig nichts zu bemerken ist. Die Ursachen können vielfältig sein. Es können Bakterien infolge einer Verletzung oder aus einem anderen Infektionsherd in das Gelenk gekommen sein. Als Erreger kommen sehr viele Bakterien oder Viren in Frage. Andere Ursachen sind allergische Reaktionen, rheumatische Erkrankungen oder kristalline Ablagerungen.                  -zurück-

Atmung:
das Atmen im umgangsspachlichen Sinne umfasst die sogenannte äußere Atmung. Damit wird der Gasaustausch zwischen der Luft und dem Blut in den Lungen beschrieben. Sauerstoff wird in das Blut aufgenommen, Kohlendioxid abgegeben. Die roten Blutkörperchen transpotieren den Sauerstoff zu den Zellen. Die Weitergabe des Sauerstoffs an die Zellen und innerhalb der Zellen bezeichnet man als innere Atmung. Die Atmung wird vom Atemzentrun im Stammhirn aus gesteuert. Als Brustatmung bezeichnet man das Einatmen durch das Anheben des Brustkorbes als Bauchatmung das Einatmen über das Absenken des Zwechfells. Das durchschnittliche Atemvolumen je Atmung in Ruhe entspricht etwa einem halben Liter Luft, wobei unter Belastung durchaus das Zehnfache (5 l) erreicht werden kann. Erwachsene machen in Ruhe etwa 10-20, Kleinkinder 30-40 Atemzüge je Minute.                        -zurück-

Bandscheibenvorfall:
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as Bandscheibengewebe besteht aus einem Gallert-Kern, der sich zwar verformen, aber nicht zusammendrücken lässt, und um diesen herum aus einem schichtenartig (wie eine Zwiebel) aufgebauten Bindegewebe.
Letztere verbindet die Wirbelknochen untereinander und sorgt für die nötige Stabilität.
Durch Überlastung kann das Bindegewebe reißen, wodurch der Gallertkern nach außen dringen kann.
Dabei drückt er dann auf die Nervenstränge des Rückenmarks und verursacht starke Schmerzen. In den meisten Fällen ereignet sich ein solcher Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule, mit Schmerzen in den Beinen und der Hüfte.
Hilfe im Falle eines Bandscheibenvorfalles gibt es in Form von Krankengymnastik oder Massagen. Um die Muskelverspannung zu lösen, wird meistens auch noch ein Schmerzmittel gegeben.
Eine Operation wird notwendig, wenn der Vorfall zu Nervenausfällen (mit Störungen der Blasen- und Darmfunktion oder Lähmungen der Beine) führt.
Alternativ ist eine Auflösung des Bandscheibengewebes mit Hilfe von eingespritzten Enzymen möglich.  -zurück-

Bandscheibe:
die Bandscheiben dienen als Polster zwischen den einzelnen Wirbelknochen.
Sie ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule und dienen als Puffer bei Belastungen. Im normalen Alterungsprozess nimmt die Elastizität der Bandscheiben immer mehr ab. Durch zusätzlichen Verschleiß (einseitige dauerhafte Belastungen, Leistungssport) wird dieser Prozess deutlich beschleunigt und es kann ein Bandscheibenschaden entstehen (nicht zu verwechseln mit einem Bandscheibenvorfall).
Durch andauernden weiteren Verschleiß kann die Bandscheibe komplett “abgearbeitet” werden, so daß zwei Wirbelknochen direkt und fest aufeinander sitzen.
Die Wirbelsäule wird an diesem Punkt steif. In diesem Stadium verschwinden dann allerdings auch die Schmerzen, die mit einem Bandscheibenschaden im früheren Stadium verbunden sind, so dass häufig schon vorher eine Bandscheibe operativ komplett entfernt wird. Die beste Vorsorge gegen Bandscheibenschäden ist die Kräftigung der Rumpfmuskulatur (Bauch und Rücken), die das ganze System stabilisiert.      -zurück-

Bechterew-Krankheit:
eine vermutlich durch eine erbliche Veranlagung bedingte langsame Versteifung der Wirbelsäule (Entstehung eines “Buckels”). Die Erkrankung hat rheumatischen Charakter und kann sehr schmerzhaft sein. Typisch sind Schmerzen, die auf die Ferse und das Becken ausstrahlen. Die Therapie besteht in der medikamentösen Bekämpfung der Schmerz-und Entzündungssymptome und einer lebenslangen gymnastischen Behandlung, wodurch die völlige Versteifung der Wirbelsäule weit ins Alter hinausgeschoben werden kann.
80% der Patienten sind Männer, Erkrankungsbeginn 16.-40. Lebensjahr.     -zurück-

Beckenboden:
ein Muskelsystem, das auch als Beckenbodenmuskulatur bezeichnet wird. Diese Muskulatur ist sozusagen den Geschlechts- und Darmausgang vorgelagert und ist maßgeblich an der Kontrolle von Blase und Darm beteiligt. Bei Frauen kann die Beckenbodenmuskulatur nach einer oder mehreren Geburten durch die Dehnung so stark geschwächt sein, dass bei einem nur leicht erhöhten Druck der Harn nicht mehr gehalten weden kann (Harninkontinenz). Es ist aber möglich, durch ein spezielles Training die Beckenbodenmuskulatur zu stärken und wieder aufzubauen.                                 -zurück-

Bewegungstherapie:
Therapie zur Vorbeugung und zum Gegensteuern von allgemeinem Bewegungsmangel, aber auch als Rehabilitationsmaßnahme nach Erkrankungen. Schon im 19. Jahrhundert wurde das Problem erkannt, dass große Bevölkerungsteile unter Bewegungsmangel litten. Durch gezielte Maßnahmen sollte diesem Mangel entgegengewirkt werden.                          -zurück-

Bindegewebe:
Stützgewebe, das zur Befestigung und Verbindung der Organe untereinander, zur Stabilisierung der Haut und Festigung von Sehnen und Bändern gebraucht wird. Selbst die Knochen bestehen zu einem großen Teil aus Bindegewebe. Zwischen den Bindegewebszellen werden zusätzlich sehr zähe Fasern aus Kollagen eingebaut, einem Protein, das etwa ein Viertel unseres gesamten Körperproteins ausmacht.    -zurück-

Fibromyalgie: (1)
mechanisch nicht erklärbare Schmerzsymtomatik der Sehnenansätze und Muskeln mit uncharakteristischen, schmerzhaften Druckpunkten, vegetativen Störungen und psychosomatischem Hintergrund. Vom Fibromyalgie-Syndrom sind zu 80% Frauen betroffen, es tritt typischerweise zwischen dem 20.-50. Lebensjahr auf. Die Ursache ist unklar.
Die Behandlung erfolgt durch Verhaltensänderung  (Entspannungstraining, ausreichende Bewegung), Haltungsschulung, Wärmetherapie, Muskel- und Kreislauftraining.       -zurück-

Gelenk:
die bewegliche Verbindung zweier Knochen. Dabei sind die Knochenenden jeweils von einer Knorpelschicht überzogen, die das Gleiten erleichtern sollen. Um das Gelenk herum befindet sich eine Gelenkkapsel, die eine Art “Gelenkschmiere” absondert. Dazu kommen eine ganze Anzahl von verstärkenden Einrichtungen: Je nach Gelenk sind das Bänder oder Zwischenscheiben (z.B. die Kniescheibe). Es gibt die verschiedensten Gelenkformen, ausgehend vom Kugelgelenk bis hin zum Scharniergelenk, wobei diese Formen durchaus ineinander übergehen.               -zurück-

Gewebe:
ein Verband aus Zellen, die sich sozusagen zu einem gemeinsamen Zweck miteinander verbunden haben und daher in ihren Funktionen sehr stark zusammenarbeiten. Beispiele sind Stützgewebe, Muskelgewebe, Nervengewebe usw.               -zurück-

Haltungsschäden:
von hinten gesehen bildet die Wirbelsäule eine gerade Linie, während sie von der Seite her ein ganz leicht geschwungenes “S” bildet. Diese Wölbungen sind entscheidend für die Elastizität der Wirbelsäule, die dadurch Stöße abfangen kann. Allerdings funktioniert das nur, wenn auch die umgebende Muskulatur an Rücken und Bauch eine ausreichende Stärke besitzt. In den meisten Fällen sind daher Haltungsfehler und Schäden an der Wirbelsäule durch ein entsprechendes Muskeltraining (z.B. durch eine gezielte Krankengymnastik) wieder auszugleichen. Die häufigsten Schäden sind der berühmte krumme Rücken, das Hohlkreuz, aber auch ein zu gerader, zu wenig gewölbter Rücken. Andere Haltungsschäden, wie insbesondere die Skoliose, eine Verkrümmung des Rückgrats zur Mitte hin, sind schwieriger zu behandeln. Sie entstehen meist bereits in der Kindheit und ihre Ursache ist selten bekannt. Aber auch Störungen des Bewegungapparates, wie z.B. eine ungleiche Länge der Beine kann zu einer verkrümmten Wierbelsäule führen. Allerdings lässt sich auch in diesen Fällen durch eine gezielte Krankengymnastik eine Linderung der Beschwerden erreichen.                             -zurück-

Kniegelenk:
das Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers und muss auch am meisten aushalten. Damit ist es auch das empfindlichste Gelenk bzw. das Gelenk, bei dem auch kleine Beeinträchtigungen sofort spürbar werden. Das Kniegenk ist ein Scharniergelenk, das den Oberschenkelknochen mit dem Schienenbein verbindet. Dabei besitzt das Ende des Oberschenkelknochens zwei Höcker oder Rollen, die in zwei Höhlungen (Gelenkpfannen) des Schienbeins hineinpassen. Die Knochen liegen allerdings nicht direkt aufeinander, sondern werden durch die beiden Minisken (innerer und äußerer Miniskus) abepolstert. Dies sind Knorpelscheiben, die einerseits dämpfende Eigenschaften haben, andererseits bei den unterschiedlichsten Kniestellungen ausgleichend wirken. Das Ganze wird außerdem von einer Gelenkkapsel umgeben, deren innere Oberfläche eine Art von Gelenkschmiere absondert, die das Gelenk einhüllt und “reibungslose” Bewegung ermöglicht. Als zusätzliche Polster befinden sich sogenannte Schleimbeutel und Fettpölsterchen innerhalb der Kapsel, die an besonders belasteten Stellen des Knies sozusagen als “Kissen” eingebracht sind. Für den Zusammenhalt sorgen Bänder und Sehnen, z.B. die Seitenbänder, seitlich am Knie entlang, und die Kreuzbänder, die diagonal die Vorderseite des Schienbeinknochens mit der Hinterseite des Oberschenkelknochens verbinden und dabei noch über Kreuz gehen (daher der Name). Die Kniescheibe ist im Prinzip ein verknöcherter Abschnitt der sehr starken Sehne vom “vierköpfigen Oberschenkelmuskel” (Quadrizeps), die dazu dient, die Kraft von der Muskulatur des Oberschenkels über das Knie hinweg auf den Unterschenkel zu übertragen. In der Kniekehle laufen dabei die größeren Blutgefäße und Nerven entlang, wo sie relativ gut geschützt sind.                                -zurück-

Knorpel:
ein sehr stabiles Stützgewebe, das aus Knorpelzellen und einer faserhaltigen Zwischenzellsubstanz besteht. Man unterscheidet drei Typen von Knorpelgeweben, die je nach Aufgabe verschiedene Festigkeiten aufweisen:
1. Der hyaline Knorpel ist ein sehr druckfester Knorpel, der die Gelenkflächen überzieht. Aus diesem Knorpeltyp werden aber auch ein     Teil der Nasenscheidewand und des Kehlkopfes, die Rippenknorpel und die Ringe der Luftröhre gebildet.
2. Der elastische Knorpel läßt sich sehr gut biegen und besitzt eine hohe Elastizität. Diesen Knorpel findet man beispielsweise in der             Ohrmuschel.
3. Der Faserknorpel ist ein Mischgewebe aus hyalinem Knorpel für faserhaltigem (Kollagen) Bindegewebe. Er erhält dadurch eine              zusätzliche Festigkeit auch gegen seitliche  Zugbelastungen, was z.B. beim Aufbau der Bandscheiben oder der Minisken im Kniegelenk   notwendig ist.
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Kollagen:
Nicht nur mengenmäßig einer der wichtigsten Eiweißstoffe des Körpers. Das Kollagen ist hauptsächlicher Bestandteil des Bindegewebes und bildet starke Fasern aus, die in großem Maße für die Stabilität des Körpers sorgen. Man findet Kollagen in den Muskeln, Sehnen und Bändern, in den Knochen, den Knorpeln und nicht zuletzt in der Haut.             -zurück-

Kyphose:
die Krümmung der Brustwirbelsäule nach hinten. Eine leichte Krümmung ist normal, eine zu starke Krümmung führt dagegen zur Entstehung eines Buckels.            -zurück-

Lordose:
die Durchbiegung der Wirbelsäule nach vorn. Im Bereich der Lendenwirbelsäule ist dies ein normaler Zustand und für die Elastizität der Wirbelsäule insgesamt notwendig. Bei einer zu starken Lordose entsteht das typische Bild eines Hohlkreuzes.      -zurück-

Milchsäure (Laktat):
ein Produkt des Stoffwechsels, das beim Abbau von Glukose entsteht, wenn ein unzureichendes Angebot an Sauerstoff entsteht. Ein Übermaß an Milchsäure führt zu Übersäuerung der Muskeln und behindert zunehmend die normale Muskelarbeit. Allerdings ist sie nicht, wie früher vermutet, für die Entstehung eines Muskelkaters verantwortlich, der vermutlich auf kleinste Muskelverletzungen zurückzuführen ist.           -zurück-

Muskelatrophie:
der Muskelschwund, zu dem es immer dann kommt, wenn ein Muskel über längere Zeit überhaupt nicht beansprucht wird, z.B. nach einem Beinbruch mit längerer Gibsbehandlung.                   -zurück-
 

Muskelkater:
Schmerzen im Anschluss an eine besondere muskuläre Anstrengung, die aufgrund von winzigen Verletzungen im Muskel entstehen. Die “vielgescholtene” Milchsäure hat nicht allzuviel mit Muskelkater zu tun, außer, dass sie die Entstehung dieser Verletzungen womöglich begünstigt.              -zurück-

Muskulatur:
mit Hilfe der Muskulatur werden alle Bewegungen im Körper ausgeführt. Ihre Arbeit leisten sie, indem sie sich zusammenziehen (kontrahieren). In den Muskeln selbst befinden sich lange Fasern aus Proteinen, die sich mit langen Häkchen ineinander verhaken. bei einer Muskelkontraktion ziehen die Fasern an diesen Häkchen, wodurch sie sich ineinander schieben und sich insgesamt als Faserbündel verkürzen. Bevor sie sich aber zusammenziehen, muss über Nervenfasern ein entsprechendes Signal dazugekommen sein. Die Kraftübertragung erfolgt über Sehnen und Bänder, die zumeist vom Muskel ausgehend an den entsprechenden Knochen enden. Man unterscheidet zwischen drei Muskulaturtypen:
1. Die glatte Muskulatur: Diese finden wir vor allem in den Hohlorganen des Körpers, wie zum Beispiel im Darm, den Wänden der          Harnblase und in den Blutgefäßen. Diese Muskeln arbeiten relativ langsam und sind nicht willkürlich zu kontrollieren, sondern                    unterliegen der Steuerung des vegetativen Nervensystems.
2. Die quergestreifte Muskulatur: Das ist die normale Skelettmuskulatur, die willkürlich angespannt werden kann. Diese Muskeln           werden nochmals unterteilt in die sich schnell und die sich langsam zusammenziehenden Muskeln. Die “schnellen” sind die Kraftmuskeln,    mit denen, z.B. ein Sprinter einen 100m-Lauf bestreitet Sie ermüden rasch und arbeiten meist ohne Sauerstoff, indem sie Milchsäure         produzieren. Die “langsamen” werden dagegen von den Marathonläufern benötigt, sie brauchen Sauerstoff, können nicht soviel Kraft       ausüben, halten dafür aber länger durch.
3. Die Herzmuskulatur:
  
Diese besteht zwar weitgehend aus quergestreifter Muskulatur, unterliegt aber der Steuerung des vegetativen Nervensystems.   -zurück-

Osteoporose:
ein häufig unbemerkt voranschreitender Verlust an Knochensubstanz und eine degenerative Veränderung in der Knochenstruktur, die mit einer erheblich erhöhten Anfälligkeit für Knochenbrüche einhergeht. Dies wirkt sich äußerlich sichtbar vor allem in den Wirbelknochen aus, die sehr leicht brechen und den Rücken nicht mehr aufrecht halten können. Das typische Zeichen ist ein fast buckelartiger “krummer Rücken”, wie man ihn häufig bei älteren Frauen findet. Aber auch andere Knochen sind betroffen, und es kommt sehr häufig schon bei geringsten Belastungen zu Knochenbrüchen (Oberschenkelhalsbruch). Die Ursachen sind unklar, in den meisten Fällen tritt eine Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren auf, wobei zum Teil hormonelle Einflüsse eine Rolle spielen. Allerdings muß auch eine Unterversorgung mit Kalzium (vor allem in jüngeren Jahren) und mangelnde Bewegung dazukommen. Die Therapie besteht in einer optimalen Kalziumversorgung und eventuell in einer Hormonbehandlung. Die beste Vorsorge ist allerdings körperliche Bewegung, da diese den Einbau von Kalzium in die Knochen in hohem Maße fördert.       -zurück-

Rehabilitation:
die Wiedererlangung einer angemessenen Leistungsfähigkeit, nachdem eine Krankheit körperlicher oder geistiger Art im Prinzip überstanden ist. Häufig bleiben im Anschluss noch vielfältige Schwächen zurück, die durch einen gezielten Aufbau nach und nach beseitigt werden sollen: Z.B. ist bei älteren Personen nach einem längeren Krankenhausaufenthalt die Muskelkraft sehr geschwächt, die durch eine Rehabilitation unter Einsatz spezieller Trainigsmaßnahmen wieder aufgebaut werden soll.
Im Anschluss an psychische Erkrankungen wird häufig eine soziale Rehabilitation durchgeführt.    -zurück-

Rückenschmerzen:
diese auch als Kreuzschmerzen bezeichneten Beschwerden sind in der Regel auf muskuläre Verspannungen zurückzuführen. Fast immer entstehen diese durch eine dauerhaft angespannte Sitzhaltung, z.B. durch die Arbeit an einem Computer. In diesen Fällen hilft eine gezielte Rückengymnastik, bei der die Muskulatur gelockert und gestärkt wird. Rückenschmerzen aufgrund von Bandscheibenschäden sind ernster zu nehmen. Sie haben ihre Ursache oft in dauerhaften Überlastungen, z.B. durch falsches und zu schweres Heben. Bei andauernden Rückenschmerzen sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, der zunächst versuchen wird, z.B. Bandscheibenschäden als Ursache auszuschließen. Liegt keine schwere Erkrankung vor, dann hilft nur eins: eine gezielte Gymnastik der Rumpfmuskulatur.      -zurück-
 

Skelett:
die Gesamtheit aller Knochen des Körpers. Knochen, Muskulatur, Sehnen und Bänder bilden zusammen den Bewegungsapparat des Körpers.       -zurück-

Skoliose:
eine Verkrümmung der Wirbelsäule zur Seite hin. Ob eine Behandlung möglich ist, hängt sehr davon ab, in welchem Abschnitt sich ein Knick befindet und in welchem Alter der Betroffene ist. Es kommen Krankengymnastik, spezielle Korsetts, aber auch operative Maßnahmen zur Behandlung in Frage.                                                                                   -zurück-

Spondylarthritis:
eine Gruppe rheumatischer Erkrankungen, die vorwiegend die Wirbelsäule betreffen.          -zurück-

Spondylitis:
eine Entzündung der Wirbelkörper in der Wirbelsäule.             -zurück-
 

Vegetatives Nervensystem:
das sogennante autonome Nervensystem, das der Steuerung durch den bewußten Willen entzogen und höchstens indirekt zu beeinflussen ist. Über das vegetative Nervensystem werden die Vitalfunktionen des Körpers gesteuert. Dazu gehören z.B. die Atmung, die Magen- und Darmtätigkeit, der Wasserhaushalt, der Stoffwechsel oder die Sekretion von Drüsen wie der Schilddrüse oder der Nebennierenrinde. Das vegetative Nervensystem erhält gemeinsam mit dem endokrinen Drüsensystem das Gleichgewicht aller Systeme des Organismus aufrecht. Die Steuerungszentren liegen vor allem im Zwischenhirn, z.T. auch in anderen Hirnabschnitten. Man unterscheidet in der Hauptsache zwei Systeme:
1. Der Sympathikus tritt insbesondere bei körperlichen Tätigkeiten in Aktion. Er regt den Herzschlag an, fördert eher abbauende                  Stoffwechselprozesse, insbesondere wenn sie mit Energieerzeugung zu tun haben. Er dämpft gleichzeitig die Aktionen des                         Verdauungssystems.
2. Der Parasympathikus begünstigt dagegen die Stoffwechselprozesse, die der Erholung, der Speicherung von Energie und dem Aufbau       von Stoffen dienen. In der Regel sind stets beide Systeme gleichzeitig aktiv und erhalten ein stabiles Gleichgewicht im Organismus. Je       nach Anforderung liegt das Übergewicht jeweils auf der einen oder anderen Seite.     -zurück-
 

Wadenkrampf:
ein meisst morgendlich in einer Wade (selten beidseitig) auftretender Krampf. Am besten ist es, den Fuß mit den Zehen in Richtung Fußrücken zu ziehen; das kann man selber machen, oder es hilft einem jemand dabei. die Ursachen für diese Krämpfe “aus dem Nichts” sind meistens unklar, vielfach liegt ein Mangel an Mineralstoffen, vor allem an Magnesium vor.       -zurück-

Wirbelsäule:
die Wirbelsäule ist der Stützpfeiler für den Rumpf und hat außerdem das Gewicht des Kopfes zu tragen. Sie setzt sich aus etwa 33 Wirbelknochen und den dazwischen liegenden Bandscheiben zusammen, die der Polsterung und Beweglichkeit dienen. Dazu kommen zur Stabilisierung noch Bänder, diedie Wirbel verbinden. Im Inneren der Wirbelsäule befindet sich der Wirbelkanal, durch den die Nervenleitungen (Rückenmark) zu den äußeren Körpergliedern verlaufen. Bis auf die unteren Wirbelknochen laufen von fast jedem Wirbel Nerven aus der Wirbelsäule heraus. Man unterscheidet bei der Wirbelsäule verschiedene Abschnitte: die Halswirbelsäule mit 7 Wirbeln, die Brustwirbelsäule mit 12 Wirbeln, die Lendenwirbelsäule mit 5 Wirbeln, das Kreuzbein mit 5 Wirbeln, die zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr zu einem Knochen (dem Kreuzbein) verschmelzen, und zuletzt das Steißbein, das aus 3-5 miteinander verschmolzenen Wirbelresten besteht. Zur Abfederung von Stößen ist die Wirbelsäule leicht gebeugt: im Hals zunächst etwas nach vorne (sogenannte Lordose), im Brustbereich nach hinten (Kyphose) und im Lendenbereich wieder nach vorne. Die Beweglichkeit bzw. Biegsamkeit wird durch die Wirbelgelenke mit den dazwischen liegenden Bandscheiben gewährleistet, für deren Funktion eine ausreichend starke Rumpfmuskulatur unerlässlich ist.                   -zurück-

Quellennachweis:
Gesundheitslexikon A-Z von Dr. Christian Ohm - Anton Curic
(1.) Naturheilpraxis Heute von Elvira Bierbach (HRSG)